Streif und zehn Tage Norwegen
Nach den Europacup-Einsätzen in Bardoneccia und Sarntal ging es anfangs März nach Kitzbühel, wo zwei weitere Europacup Super-G auf dem Programm standen. Ein Frauenrennen auf der legendären Streif ist nicht alltäglich und dies selber erleben zu dürfen, war unglaublich. Die Organisatoren haben alles gegeben, um uns die besten Bedingungen zu bieten. Für mich war es wichtig, weitere Kilometer zu sammeln und einen weiteren Fortschritt in den Speed-Disziplinen zu machen.
Ich konnte an beiden Tagen teilweise mein Potential zeigen, brachte meine Fahrten jedoch nicht ohne Fehler ins Ziel, was dazu führte, dass ich beide Male eine Top 30 Platzierung vergab. Nichtsdestotrotz konnte ich aus den guten Zwischenzeiten Selbstvertrauen tanken und mit einem Lächeln von Kitzbühel nach Hause reisen.
Kurz darauf ging es dann für mich nach Kvitfjell, Norwegen an den Europacup-Final. Obwohl ich in den beiden Speed Disziplinen keine Europacup Punkte hatte (Top 45 sind für den Final qualifiziert), durfte ich über den Quotenplatz, welcher Swiss Ski hatte, mit nach Norwegen reisen. Für mich ging es auch in Kvitfjell wieder darum Kilometer zu sammeln, aber auch auf der Strecke, auf welcher ich mir vor einem Jahr mein Kreuzband gerissen habe, wieder Rennen zu fahren.
Nach zwei guten Abfahrtstrainings freute ich mich sehr, auch in der Abfahrt mein Comeback zu geben. Das Wetter hatte leider einen anderen Plan. Aufgrund zu starken Windes wurde das Rennen nach mehrmaligen Verschiebungen schlussendlich abgesagt.
Somit stand im Europacup nur noch der Super-G an. Ich fühlte mit sehr gut und war bereit, mein Bestes zu zeigen. Meine Fahrt war jedoch alles andere als gut, es stimmte nichts wirklich zusammen und ich bin gar nicht richtig Ski gefahren. Als ich im Ziel war, gingen meine Emotionen etwas mit mir durch. Ich bemerkte, dass es für mich in diesem Super-G mehr darum ging, gesund ins Ziel zu kommen und die Strecke, auf der ich mich verletzte eher zu bezwingen als ein Top Ergebnis herauszufahren. Es kostete sehr viel Energie, einerseits vor dem Rennen aber auch nachher, alles zu verarbeiten. Ich merkte aber, dass das genau das Richtige war, um mich mit dieser Piste wieder versöhnen zu können.
In den darauffolgenden Tagen blieben wir noch in Kvitfjell und starteten dort noch an zwei FIS-Abfahrten und an einem Super-G. Ich konnte das Positive aus den Europacup-Rennen mitnehmen und gute Schwünge zeigen. Dass dies dann gleich für meinen ersten Abfahrtssieg auf der Stufe FIS reichte, hätte ich aber nicht erwartet. Die Freude war dann umso grösser, als ich am nächsten Tag im Super-G Zweite wurde.
Mit diesen Ergebnissen bin ich mehr als zufrieden und freue mich nun noch auf die letzten Rennen der Saison.
Where next?
31.03 – 06.04. Schweizermeisterschaften Zinal
10. & 11.04 GS , Engelberg








