Saisonvorbereitung – Was machen Wintersportler im Sommer?:
Für uns Wintersportler beginnt die neue Saison meist direkt mit dem Ende der alten. Nach ein paar Wochen Pause startet bereits wieder das Training – der Schwerpunkt liegt dann oft auf dem Konditionsaufbau.
Für mich ging es Mitte Juni das erste Mal wieder auf den Schnee, genauer gesagt auf den Gletscher in Stelvio. Dort konnten wir von optimalen Bedingungen profitieren und konzentrierten uns vor allem auf die Grundlagen und unsere Technik.
Nach diesem Ski-Camp folgte eine längere Phase ohne Skifahren – was aber keinesfalls eine Trainingspause bedeutete. Auf dem Programm standen mehrere intensive Trainingswochen in Magglingen sowie in Tenero. In dieser Zeit konnten wir im konditionellen Bereich nochmals einen grossen Schritt nach vorne machen. Viele Stunden im Kraftraum, auf dem Velo oder in der Turnhalle standen auf dem Plan.
Ende Juli hatte ich dann die Möglichkeit, mit meiner besten Freundin nach Portugal in die Ferien zu fahren. Auch solche Auszeiten sind enorm wichtig – sie bieten Raum, um mental abzuschalten. In diesen Momenten geht es einmal nicht um Sport oder Leistung, sondern einfach darum, die Zeit mit Freunden zu geniessen und herunterzufahren.
Mit neuer Energie und umso mehr Vorfreude kehrten ich Anfang August auf den Schnee zurück. Fast den gesamten Monat verbrachten wir in Zermatt. Zwischendurch ging es für ein paar Tage nach Hause zur Erholung. Insgesamt konnten wir aber von sehr guten Trainingstagen profitieren. Das Training in Zermatt ermöglicht uns nicht nur, viele Kilometer im Riesenslalom zu sammeln. Sondern fast noch wichtiger ist, dass wir dort auch die Speed-Disziplinen trainieren können.
So lässt sich die Frage, was Wintersportler oder genauer gesagt Skifahrer:innen im Sommer machen, gut beantworten: Im Grunde trainieren wir weiterhin intensiv, nur steht dabei weniger das Skifahren selbst im Vordergrund und dafür umso mehr das Konditions- und Grundlagentraining.










